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Tattoo Quiz → Scan your tattoo

Tattoo entzündet? So erkennst du eine Infektion

Frisches Tattoo am Arm während der Heilung

Tattoo entzündet: Woran erkenne ich eine Infektion?

Du bist neu im Tattoo-Game oder hast dir ein deutlich größeres Motiv stechen lassen als sonst? Dann verläuft die Heilung vielleicht nicht ganz so, wie du es erwartet hast. Jeder von uns hatte schon mal diesen Panikmoment: „Ist das normal oder ist mein Tattoo entzündet?“ Wir wollen dir ein bisschen die Nervosität nehmen und erklären, wann du besser zum Arzt oder zur Ärztin gehen solltest. Hier sind die Anzeichen, auf die du achten solltest, wenn du eine Tattoo-Entzündung befürchtest. Aber keine Sorge: Infektionen sind sehr selten, und in 90 % der Fälle ist das, was du gerade erlebst, einfach ein ganz normaler Teil der Heilung.

Das Tattoo ist lange rot und geschwollen

Frisches Tattoo mit normaler leichter Rötung

Hier siehst du eine ganz normale Rötung, wie sie bei einem frischen Tattoo zu erwarten ist

Ein brandneues Tattoo darf ruhig etwas gerötet sein und ein, zwei Tage geschwollen aussehen, vor allem wenn es sehr groß ist oder an einer empfindlichen Stelle sitzt. Wenn Rötung und Schwellung aber länger als ein paar Tage anhalten oder sogar schlimmer werden und die Stelle zunehmend druckempfindlich wird, kann das ein Grund zur Sorge sein. Als sich mein Tattoo nach zwei Tagen entzündet hatte, ist mir aufgefallen, dass es komisch angeschwollen war: Die Linien fühlten sich straff an, und die Flächen dazwischen waren aufgequollen und wulstig. Die Haut war extrem gespannt und immer noch sehr heiß. Genau das hat mich stutzig gemacht und mir gezeigt, dass ich mein Tattoo checken lassen muss.

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Ausschlag oder Pickelchen rund um das Tattoo

Haut rund um ein heilendes Tattoo aus der Nähe

Wenn du rund um dein neues Tattoo einen Ausschlag oder knubbelige, unebene Haut bemerkst, kann das ein Warnsignal sein. Extremer Juckreiz, Ausschlag oder rissige Haut können auf eine Infektion hindeuten. Etwas Jucken ist völlig normal, vor allem in den späteren Heilungsphasen, wenn die Haut schuppt und sich erneuert. In den ersten paar Tagen sollte es aber eigentlich nicht jucken oder nach Ausschlag aussehen. Ebenfalls normal: Die Linien eines frischen Tattoos fühlen sich erhaben an, manchmal sogar noch Jahre später. Wenn aber auch die Haut um das Tattoo herum uneben wird, kann das ebenfalls ein Zeichen für eine Entzündung sein.

Das Tattoo nässt nach ein paar Tagen immer noch

Normale Wundflüssigkeit an Tag eins nach dem Abnehmen der Folie

Ganz normale Wundflüssigkeit an Tag eins, nachdem die Folie von einem frischen Tattoo abgenommen wurde

Achte außerdem darauf, ob dein Tattoo abtrocknet. Frisch gestochen tritt aus dem Tattoo Wundflüssigkeit (Plasma) aus, manchmal auch etwas Blut. Das sammelt sich unter der Folie, und meistens hört das Nässen auf, nachdem du dein Tattoo zum ersten Mal gewaschen hast. Sobald das Tattoo an der Luft ist, trocknet es in der Regel ab, und es sollte nicht mehr viel austreten. Wenn dein Tattoo größtenteils trocken ist, aber immer noch ein bisschen nässt, solltest du es besser checken lassen. Als ich gemerkt habe, dass mein Tattoo nicht richtig abtrocknet und irgendwie schmierig aussah, bin ich ins Krankenhaus gefahren. Wenn dein Tattoo verkrustet und nässt, und zwar auf eine Art, die sich anders anfühlt und aussieht als deine übliche Heilung, kann das auf eine Infektion hindeuten.

Du fühlst dich krank und hast Fieber

Tattoo an Tag fünf der Heilung, das gut verheilt

Dieses Tattoo ist seit 5 Tagen in der Heilung und sieht gut aus

Eines der deutlichsten Zeichen für eine Infektion ist, dass du dich insgesamt krank fühlst. Nach einer langen Tattoo-Session ein bisschen schlapp und müde zu sein, ist normal. Wenn du aber Fieber bekommst oder Schüttelfrost hast, kann das bedeuten, dass sich dein Tattoo entzündet hat. Im besten Fall erkennst du eine Infektion, bevor du sie körperlich spürst. Aber keine Panik, so etwas lässt sich behandeln. Wenn du dich während der Heilung so fühlst, zögere nicht und lass dich ärztlich durchchecken. Bei solchen Dingen gilt ganz klar: lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Ein entzündetes Tattoo ist behandelbar

Abgeheiltes Tattoo nach erfolgreicher Behandlung

Wenn du glaubst, dass dein Tattoo entzündet ist: keine Panik. Geh zu deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin, oder, wenn du dir wirklich Sorgen machst, in eine Notfallambulanz. Als mein Tattoo entzündet war, bin ich in die Notaufnahme bei mir in der Nähe gegangen, und die erste Pflegekraft, mit der ich gesprochen habe, hat mich abgewimmelt und gemeint, das sei „nur die Heilung“. Ich bin aber meinem Bauchgefühl gefolgt, weil ich den Heilungsprozess zu dem Zeitpunkt schon gut kannte und wusste, dass das nicht normal war. Ich bin in ein zweites Krankenhaus gegangen und habe ein Antibiotikum verschrieben bekommen. Nach einer Woche war die Infektion weg, und schon nach ein paar Tagen konnte ich sehen, dass es besser wurde. Das war echt beruhigend.

Die meisten Infektionen lassen sich so behandeln, manche sogar mit einer Salbe zum Auftragen. Wichtig ist aber, dass du eine Infektion schnell behandeln lässt. Unbehandelt kann sie sich nämlich bis ins Blut ausbreiten, und das kann zu Komplikationen wie einer Sepsis oder einem toxischen Schocksyndrom führen. Das Wichtigste ist also, dass du dein Tattoo ärztlich anschauen lässt und dabei bestimmt auftrittst. Viele Menschen kennen sich mit Tattoos nicht besonders gut aus und tun deine Sorgen vielleicht ab. Wenn dir dein Bauchgefühl sagt, dass etwas nicht stimmt, dann stimmt wahrscheinlich auch etwas nicht.