Ernährung nach dem Tattoo: Jeder will, dass sein neues Tattoo perfekt verheilt, oder? Aber wie klappt das?
Wenn du ein frisches Tattoo bekommst, sagt dir dein Artist, dass du es sauber halten und regelmäßig eincremen sollst (wenn er oder sie Ahnung hat, empfiehlt er dir unsere Aftercare Cream). Aber nie hörst du: „Lass mal ein paar Wochen die Pommes weg, Kumpel.“ Wäre es komisch, wenn jemand das sagen würde? Vielleicht... aber Wissen ist Macht! Denn deine Ernährung nach dem Tattoo hat mehr Einfluss auf die Heilung, als du denkst.
Es gibt eine Million Methoden, wie du dein Tattoo direkt nach dem Studio reinigst, eincremst und pflegst. Aber wie viele von uns wissen, wie sich unser Essen auf unser Tattoo auswirkt? Auch wenn in der Tattoo-Szene eher selten darüber gesprochen wird: Die Ernährung hat einen direkten Einfluss auf die Gesundheit deiner Haut und damit auch auf dein Tattoo.
Glückliche Haut = glückliche Tattoos. Ganz einfach.
Hier ist unser kleiner Guide zum Thema: Essen für eine gute Tattoo-Heilung.
Was solltest du nach dem Tattoo lieber nicht essen?
- Verarbeitetes Fleisch und Wurst
- Frittiertes
- Lebensmittel und Getränke mit viel zugesetztem Zucker
- Alkohol (sorry)
Wenn dein Ritual nach dem Tattoo also so aussieht, dass du bis 4 Uhr morgens unterwegs bist, 27 Cuba Libre trinkst und den Abend mit Döner und Pommes beendest, heilt dein Tattoo vielleicht nicht so gut, wie du es dir wünschst. All das solltest du während der gesamten Heilung meiden, denn es steckt voller entzündungsfördernder Stoffe (1). Ein gesundes Maß an Entzündung gehört zur Heilung dazu, aber zu viel davon kann die Heilung verlangsamen und das Risiko einer Infektion erhöhen (4). Ein Tattoo heilt übrigens in der Regel in 2 bis 3 Wochen ab: Dann sind Schwellung, Rötung, Juckreiz, Schuppen und Schorf komplett verschwunden.
Frittiertes enthält zum Beispiel jede Menge Pflanzenöle. Pflanzenöle können ein extrem hohes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 haben, und das ist in großen Mengen ein Nährboden für Entzündungen (2). Und nicht nur das: Frittiertes enthält oft viele Transfette, die die Haut möglicherweise anfälliger für UV-Schäden und Lichtalterung machen (der Erzfeind tätowierter Haut) (3).

Klar, eine Portion Zwiebelringe, wenn du dir mal was gönnen willst, ruiniert dein Tattoo nicht... aber es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die du in deine Ernährung einbauen kannst, um die Heilung zu unterstützen.
Was hilft bei der Tattoo-Heilung?
- Unverarbeitete Lebensmittel
- Beeren
- Kräuter und Gewürze (Kurkuma sollte dein neuer bester Freund werden... tschüss, alte Gewohnheiten)
- Zitrusfrüchte
- Nüsse und Samen
Unverarbeitete Lebensmittel: Unverarbeitete Lebensmittel ist ein ziemlich weiter Begriff, aber er ist wichtig. Unverarbeitete Lebensmittel wie Vollkorn, Obst und Gemüse enthalten keine der fiesen entzündungsfördernden Stoffe, über die wir gerade gesprochen haben. Sie sind außerdem reich an Nährstoffen und stecken voller hochwertigem H2O. Gut durchfeuchtete Haut ist glückliche Haut!
Beeren: Wie sich herausstellt, ist deine Smoothie Bowl nicht nur dafür gut, auf Instagram zu zeigen, wie gesund du lebst...
Beeren gehören buchstäblich „zu den gesündesten Lebensmitteln der Welt“. Sie können helfen, den Blutzucker zu verbessern und den Cholesterinspiegel zu senken, und stecken voller Ballaststoffe (5). Kein Wunder also, dass sie dir bei der Heilung deines Tattoos unter die Arme greifen können. Beeren sind voller Antioxidantien, die oxidativen Stress super bekämpfen, sodass dein Tattoo schneller heilen kann (6). Außerdem enthalten sie oft viel Vitamin C, das bei der Bildung von Kollagen hilft, einem wichtigen Baustein für die Wundheilung und gesunde Haut (7).

Kräuter und Gewürze: Kräuter und Gewürze haben die höchste Konzentration an Antioxidantien von allen Lebensmitteln, die wir haben, und wie wir ja schon wissen, wollen wir möglichst viele davon (8).
Ein Gewürz verdient aber eine besondere Erwähnung, und das ist Kurkuma. Wenn du alles andere in diesem Artikel ignorierst und einfach mehr Kurkuma isst, wäre das für uns völlig okay. Kurkuma enthält ein sehr starkes Antioxidans namens Curcumin (das Pigment, das es so gnadenlos orange macht). Curcumin ist nicht nur ein Antioxidans, sondern wirkt auch stark entzündungshemmend. Studien zeigen, dass es die Wundheilung beschleunigen kann, und es hat antimikrobielle Eigenschaften, die das Infektionsrisiko senken können (9). Wir sagen natürlich nicht, dass du Kurkuma in dein Tattoo einreiben sollst... das wäre echt mies. Aber vielleicht ist es Zeit, den Karamell-Latte gegen eine Tasse Goldene Milch zu tauschen! (Rezept hier: https://foolproofliving.com/turmeric-golden-milk/).

Zitrusfrüchte: Zitrusfrüchte wie Orangen, Limetten und Grapefruit können die Durchblutung verbessern, sodass die Nährstoffe, die dein Tattoo zum Heilen braucht, schneller ans Ziel kommen (11). Ob die Limettenscheibe im Drink auch zählt? Wir melden uns.
Nüsse und Samen: Nüsse und Samen sind eine tolle Quelle für Vitamin E und Omega-3-Fettsäuren. Vitamin E hilft der Haut, Feuchtigkeit zu halten, unterstützt die Heilung, und einige Studien deuten darauf hin, dass es bei UV-bedingten Hautschäden helfen kann (9). Omega-3-Fettsäuren helfen, den Fettgehalt der Haut zu regulieren, und können Reizungen beruhigen (10). Vielleicht ein Mittel gegen den Juckreiz?
Das war unser Guide für eine schnelle und unkomplizierte Heilung. Einen eigenen Abschnitt dazu haben wir uns gespart, weil wir dir zutrauen, das Richtige zu tun, aber nur für alle Fälle... trink Wasser! Genug zu trinken ist super wichtig, nicht nur für die Heilung deines Tattoos, sondern auch ganz allgemein. Warum liest du noch? Hol dir ein Glas Wasser!
Und falls dein Tattoo trotz allem stark gerötet, heiß, geschwollen oder schmerzhaft wird oder nässt: Geh bitte zu deinem Arzt oder deiner Ärztin. Mehr dazu liest du in unserem Guide Tattoo entzündet: So erkennst du es.