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Warum verblassen Tattoos? Ursachen und was wirklich hilft

Tätowierter Mann im Porträt mit kräftigen, farbintensiven TattoosVerblassen vorbeugen: Warum verblassen Tattoos und was kannst du dagegen tun?

Das ist nun mal so: Mit dem Alter verändert sich deine Haut, sie verliert an Elastizität und wird ganz natürlich dünner und trockener. Kein Wunder also, dass sich auch deine Tattoos verändern können, und dazu gehört, dass Tattoos verblassen.

Aber warum verblassen Tattoos überhaupt, und kannst du etwas tun, damit deine Tattoos langsamer an Leuchtkraft verlieren oder gar nicht erst verblassen?


Die gute Nachricht: Ja! Bis zu einem gewissen Grad kannst du dem Verblassen vorbeugen. Genau wie gesunde Gewohnheiten deiner Haut und deinem Körper guttun, profitieren auch deine Tattoos davon.

Aber eins nach dem anderen: Warum verblassen Tattoos? Dafür hilft es, ein bisschen darüber zu wissen, wie Tätowieren überhaupt funktioniert.

Warum verblassen Tattoos?

Beim Tätowieren bringt die Nadel die Farbe in eine Hautschicht, die Dermis (Lederhaut) heißt.

Mit der Zeit nehmen Zellen deines Immunsystems, sogenannte Makrophagen, die Tattoofarbe nach und nach auf und verteilen sie. Das kann dazu führen, dass ein Tattoo etwas verblasst.

Dazu kommen Faktoren wie Sonnenlicht, Reibung und falsche Pflege, die die Hautalterung beschleunigen und deine Tattoos schneller verblassen lassen können.

In diesem Artikel schauen wir uns genau an, was hinter dem Verblassen steckt. Mit diesem Wissen kannst du gezielt dafür sorgen, dass deine Haut und deine Tattoos noch viele Jahre richtig gut aussehen!

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Falsche Pflege direkt nach dem Stechen

Wusstest du, dass die ersten Stunden und Tage im Leben deines Tattoos wohl die wichtigsten sind?

Klingt logisch, aber genau jetzt kümmert sich deine Haut um die frische Wunde, die eine Nadel mit bis zu 3.000 Stichen pro Minute hinterlassen hat. Wie die Haut diese Verletzung verarbeitet, kann das Aussehen deines Tattoos für den Rest seines Lebens prägen.

Deshalb ist eine gute Tattoopflege so wichtig. Falsche Pflege in dieser Phase kann später zu verzogenen und verblassten Tattoos führen.

Wie du dein frisches Tattoo am besten pflegst, sagt dir dein Tattoo-Artist. Das Wichtigste ist aber: Halte es sauber. Das kann heißen, die Folie 24 Stunden drauf zu lassen und das Tattoo danach sanft mit einer milden, parfümfreien Seife und Wasser zu waschen. Anschließend die Haut trocken tupfen, nicht reiben, damit sie nicht gereizt wird.

In den nächsten Tagen solltest du dein Tattoo weiter sauber halten und eincremen. Regelmäßiges Eincremen mit einem passenden Produkt ist wichtig, aber übertreib es nicht. Sonst bekommst du aufgeweichten Schorf, igitt.

Wir setzen auf parfümfreie, tattoofreundliche Produkte, die in der Regel sanfter zur Haut sind. Für manche parfümierten Produkte wurde sogar gezeigt, dass sie Narben und vorzeitiges Verblassen von Tattoos verursachen können, also geh bei frischen Tattoos lieber kein Risiko ein.

Stories & Ink Aftercare Cream für frische TattoosUnsere parfümfreie Aftercare Cream wurde speziell dafür entwickelt, gereizte Haut direkt nach dem Tätowieren zu beruhigen, zu pflegen und die Heilung zu unterstützen.

Warum sieht ein Tattoo während der Heilung verblasst aus?

Irgendwann zwischen zwei und vier Wochen nach dem Stechen, wenn dein Tattoo Schorf bildet und/oder sich schält, kann es blasser und matter aussehen als erwartet. Keine Sorge, das ist völlig normal.

Das liegt daran, dass die alte, beim Tätowieren verletzte Haut eine dünne Schicht über deinem Tattoo bildet und sein eigentliches Aussehen verdeckt. Mit der Zeit löst sich diese alte Haut ganz von selbst, und darunter kommt dein Tattoo in voller Farbkraft zum Vorschein.

Eine schlechte Hautpflegeroutine

Ist es schlimm, keine Hautpflegeroutine zu haben? Diese Frage hören wir ständig. Gerade bei der Tattoopflege lautet die Antwort: ein ganz klares Ja.

Wer Tattoos hat, sollte ganz selbstverständlich eine Art Pflegeroutine haben. Und damit meinen wir mehr als ab und zu ein bisschen eincremen (auch wenn Eincremen wichtig ist! Mehr dazu unten).

Die häufigsten Sünden gegen deine Haut:

Zu wenig Wasser trinken

Regelmäßig Wasser zu trinken hat viele gesundheitliche Vorteile: Es beugt Dehydrierung vor, hilft gegen Kopfschmerzen und verbessert die Konzentration und sogar die Laune.

Bekommt deine Haut zu wenig H2O, kann sich das auf verschiedene Arten zeigen: Sie wirkt zum Beispiel schuppiger, faltiger und trockener.

Wie viel du trinken solltest, hängt von ein paar Faktoren ab. Grundsätzlich wird aber empfohlen, dass gesunde Menschen etwa vier bis sechs Gläser am Tag trinken.

Ein einfacher Trick: Trink zu jeder Mahlzeit etwas. Und die gute Nachricht: Kaffee und Tee zählen auch zur täglichen Flüssigkeitsmenge, also setz ruhig den Wasserkocher auf.

Was das mit Tattoos zu tun hat? Ganz einfach: Wenn deine Haut gut aussieht, sehen auch deine Tattoos gut aus!

Keine Sonnencreme oder anderen LSF-Schutz verwenden

Alle Tattoos, die der Sonne ausgesetzt sind, können verblassen. Das gilt besonders während der Heilung, wenn deine Haut empfindlicher auf UV-Strahlen reagiert.

Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlen können tätowierter Haut zu schaffen machen. UVA-Strahlen, die nicht umsonst als "Alterungsstrahlen" bekannt sind, dringen tief in die Hautschichten ein und können die Tattoofarbe abbauen. UVB-Strahlen sind dagegen für Sonnenbrand verantwortlich.

Ein Sonnenbrand auf einem frischen Tattoo kann die Heilung verlängern und in manchen Fällen sogar Linien und Farben verzerren. Deshalb solltest du frisch tätowierte Haut auf jeden Fall abdecken, bis sie abgeheilt ist.

Ist dein Tattoo abgeheilt, empfehlen Dermatologinnen und Dermatologen eine wasserfeste Sonnencreme (LSF 30+). Auch auf Solarien solltest du besser verzichten, da die UV-Strahlung dort noch intensiver sein kann.

Die Haut nicht ausreichend eincremen

Gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut gehört ganz oben auf die Liste, wenn du deine Tattoos frisch halten willst. Für die besten Ergebnisse empfehlen wir eine spezielle Tattoo-Feuchtigkeitscreme für abgeheilte Tattoos, wie den Stories & Ink Daily Moisturiser.

Er ist die tägliche Pflege für abgeheilte Tattoos, strafft und glättet die Haut und lässt deine Tattoos intensiver wirken. UVA/UVB-Filter helfen dabei, Verfärbungen vorzubeugen und deine Haut vor Sonnenschäden zu schützen.

Die Stelle des Tattoos beeinflusst, wie schnell es verblasst

Stories & Ink Tattoopflege

An manchen Körperstellen verblassen Tattoos schneller als an anderen. Besonders betroffen sind Hände, Füße, Ellbogen, Achseln und die Innenseiten der Arme.

Der Grund ist simpel: Reibung. Tattoos an den Füßen verblassen zum Beispiel schneller, weil Socken und Schuhe ständig daran reiben. Unsere Hände benutzen wir ununterbrochen, vor allem die Handflächen, mit denen wir den ganzen Tag Dinge halten und greifen. Und obwohl die Haut dort dick ist, gibt es darunter kaum Fett oder Muskeln, deshalb verblassen Tattoos hier meist viel schneller.

Es gibt auch weniger offensichtliche Stellen, an denen Tattoos verblassen können, etwa Teile der Beine oder sogar die Schultern. Auch hier liegt es an der Reibung. Überleg dir also, wie du verhindern kannst, dass Kleidung an deinem frischen Tattoo reibt.

Wer enge Hosen trägt, hat an Bein-Tattoos mehr Reibung. Taschen, die du regelmäßig über der Schulter trägst, sorgen für Reibung an der Schulter. Und Kragen können an Hals-Tattoos scheuern.

Klar, das ist wahrscheinlich nicht dein wichtigstes Kriterium bei der Wahl der Stelle. Aber ob dort etwas reibt, solltest du auf jeden Fall bedenken, wenn du späterem Verblassen vorbeugen willst. Und während der Heilung trägst du am besten lockere Kleidung, damit nicht zu viel reibt.

Tattoos an Stellen, an denen du stark schwitzt

Erst mal: Schwitzen ist eine absolut notwendige Funktion des Körpers. Es kühlt uns ab und reinigt die Poren von Schmutz und Bakterien. Studien haben sogar gezeigt, dass trainierte Menschen beim Sport mehr und früher schwitzen. Schwitzen ist also definitiv nichts Schlechtes.

Bei frischen Tattoos bringt Schwitzen aber ein paar Probleme mit sich.

Kann Schwitzen ein frisches Tattoo ruinieren?

Nach dem Stechen rät dir dein Artist oft, mindestens 48 Stunden auf intensiven Sport zu verzichten.

Der Grund: Während der Heilung helfen Immunzellen, die sogenannten Makrophagen, die Farbe in der Haut festzuhalten. Wenn du sehr stark schwitzt, kann das diesen Prozess stören und im schlimmsten Fall zu verschwommenen oder verfärbten Tattoos führen.

Verzichte nach einem frischen Tattoo also lieber auf extreme Workouts. Und vielleicht machst du auch einen Bogen ums Fitnessstudio, bis dein Tattoo abgeheilt ist, denn an Geräten können sich Bakterien tummeln, und die willst du nicht in der Nähe eines frischen Tattoos haben. Mehr dazu liest du in unserem Artikel Sport nach dem Tattoo.

An welchen Körperstellen schwitzt man am meisten?

Laut den Fachleuten der Perth Sweat Clinic sind das die Körperstellen, an denen wir am stärksten schwitzen:

  • Innenseiten der Oberschenkel
  • Unterer Rücken
  • Oberlippe
  • Füße
  • Achseln
  • Stirn
  • Kniekehlen
  • Nacken
  • Hände

Tattoos an diesen Stellen können während der Heilung also anfälliger für Verblassen oder Verfärbungen sein.

Wie lange nach dem Tattoo darf man schwitzen?

Warte am besten mindestens 48 Stunden, bevor du etwas machst, bei dem du stark ins Schwitzen kommst, eventuell auch länger, wenn dein Artist das empfiehlt. Insgesamt kann es laut Dermatologe Dr. Nicolas Kruger zwei bis vier Wochen dauern, bis die Heilung deines Tattoos richtig Form annimmt. Und weil die Heilung bei jedem anders verläuft, solltest du dich eher danach richten, wie es deinem Tattoo geht, als nach starren Vorgaben.

Minderwertige Farbe lässt Tattoos verblassen

Die Qualität der Tattoofarbe hat einen großen Einfluss darauf, wie deine Tattoos aussehen, vor allem, wenn es ums Verblassen geht.

Hochwertige Tattoofarbe sollte kräftig aussehen und viele Jahre leuchtend bleiben. Minderwertige Farbe verblasst dagegen schnell, manchmal sogar schon innerhalb eines Jahres.

Warum? Günstigere Marken verwenden meist billigere Pigmente und davon weniger. Hochwertige Marken setzen auf reinere und stärker konzentrierte Pigmente, was zu kräftigeren, lebendigeren Tattoos führt, die länger halten. Und weil es zwischen den Marken große Qualitätsunterschiede geben kann, überlässt du die Auswahl der Farbe am besten den Profis.

Außerdem raten wir dringend von Tattoo-Sets für zu Hause ab. Sie enthalten nicht nur oft minderwertige Farbe, bei manchen wurden sogar Bakterien gefunden, die Entzündungen verursachen können.

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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2025