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Tattoo Stellen mit wenig Schmerzen: Wo tut es am wenigsten weh?

Die schlechte Nachricht: Jedes Tattoo tut weh! Die gute Nachricht: An manchen Stellen tut ein Tattoo deutlich weniger weh als an anderen.

Du willst dein erstes Tattoo buchen oder deine Sammlung erweitern? Dann fragst du dich bestimmt: Wie sehr tut ein Tattoo weh? Und gibt es Tattoo Stellen mit wenig Schmerzen, die es mir leichter machen?

Erstmal: Tattoos tun weh. Die meisten stark tätowierten Leute (mich eingeschlossen) wissen selbst nicht so genau, warum wir uns immer wieder tätowieren lassen, obwohl es so wehtun kann. Wenn dir deine Freundin, deine Mama oder dein Bruder (wer auch immer) erzählt hat, Tattoos tun nicht weh: Sorry, das war gelogen!

Eine Tattoonadel dringt durch fünf Hautschichten, also ja, das wird wehtun. Aber zum Glück sind manche Stellen weniger schmerzhaft als andere. Lies weiter, um herauszufinden, welche das sind.

Wo tut ein Tattoo am wenigsten weh?

Als Faustregel gilt: Am wenigsten weh tut ein Tattoo dort, wo die Haut dicker ist, weniger Nervenenden sitzen und Fett unter der Haut liegt. Das ergibt Sinn, wenn man sich das Gegenteil anschaut: Die schmerzhaftesten Stellen für Tattoos sind meist knochige Bereiche mit dünner Haut oder vielen Nervenenden, also Füße, Rippen und Wirbelsäule (mehr dazu in unserem Guide zu den schmerzhaftesten Stellen für Tattoos).

Ich habe meine tätowierten Freundinnen und Freunde und das Stories & Ink Team gefragt, wo ein Tattoo am wenigsten wehtut. Unsere Liste:

  • Unterarme (die Nummer 1 der Stellen mit wenig Schmerzen)
  • Außenseite der Oberarme
  • Außenseite der Schultern
  • Außenseite der Oberschenkel
  • Waden
  • Unterer Rücken

Wenn du dein erstes Tattoo bekommst, wählst du vielleicht eine dieser Stellen, um dich langsam an das Tattoo-Erlebnis heranzutasten. Schmerz ist aber total subjektiv, und manche meinten sogar, Schienbein, Kopfhaut, Finger und Brust seien gar nicht so schlimm gewesen! Der Unterarm wurde trotzdem zur Nummer 1 der Stellen mit den wenigsten Schmerzen gewählt.

Unterarm-Tattoos, die Stelle mit den wenigsten Schmerzen

Im S&I Team gilt der Unterarm als die Stelle, an der ein Tattoo am wenigsten wehtut. Tattoos an @barbaradzerve.

Wenn du unsicher bist, ob deine Wunschstelle schmerzhaft wird, hat Mikkel Elkjaer, Creative Director bei Stories & Ink, einen Trick für dich:

„Ich kneife mich immer an der Stelle, an der ich mich tätowieren lasse. So bekomme ich eine Ahnung, wie schmerzhaft es wird“, sagt er.

Tattoos an der Außenseite des Oberarms

Auch die Außenseite der Oberarme zählt zu den Stellen, an denen ein Tattoo am wenigsten wehtut.

Was beeinflusst den Tattoo-Schmerz?

Jede Person hat eine andere Schmerzgrenze, und wie sehr ein Tattoo wehtut, kann von vielen Dingen abhängen: deinem Alter, deinem biologischen Geschlecht, der Tattoo-Technik, der Dauer der Sitzung, deinem Artist und deinen eigenen Erwartungen.

Dein Alter

Einige Studien deuten darauf hin, dass die Schmerzempfindlichkeit mit dem Alter abnimmt. Ältere Menschen spüren beim Tätowieren also möglicherweise weniger Schmerzen. In Gesprächen mit meinen tätowierten Freundinnen und Freunden konnte ich das allerdings nicht bestätigen.

Vielen von uns fällt es mit der Zeit eher schwerer, Tattoos und lange Sitzungen durchzuhalten, aber jede Person ist anders. Wenn du tätowierte Großeltern hast, frag sie doch mal, wie schmerzhaft so eine Sitzung ist, und erzähl es uns!

Dein biologisches Geschlecht

Es gibt einige Hinweise darauf, dass biologisch weibliche Personen „im Experiment ausgelösten Schmerz intensiver empfinden, niedrigere Schmerzschwellen und eine geringere Schmerztoleranz haben“. Die Studienlage ist aber dünn, und es braucht noch viel mehr Forschung, bevor man sicher sagen kann, dass biologische Frauen mehr Schmerz empfinden.

Wenn du menstruierst, merkst du vielleicht, dass deine Periode deine Schmerztoleranz beeinflussen kann, denn die Hormonschwankungen im Zyklus verändern, wie du Schmerz wahrnimmst.

Die Tattoo-Technik

Auch der Stil, den du wählst, kann beeinflussen, wie schmerzhaft sich ein Tattoo anfühlt. Ein Traditional Tattoo mit kräftigen Linien und Farbe empfindest du vielleicht als schmerzhafter als ein Fineline-Piece. Hand Poke Tattoos gelten aus Erfahrung als sanfter. Ich persönlich finde sie weniger schmerzhaft und richtig entspannend, andere finden sie dagegen schmerzhafter als eine Tattoomaschine.

Die Dauer der Sitzung

Kleine Tattoos tun meist deutlich weniger weh als große Pieces, vor allem weil sie weniger Zeit brauchen. Je länger die Sitzung, desto mehr wird deine Haut belastet und gereizt. Außerdem kann die Position, in der du sitzt oder liegst, nach einer Weile unbequem werden, und auch das beeinflusst, wie schmerzhaft sich dein Tattoo anfühlt.

Dein Tattoo-Artist

Welche Art Artist du erwischt hast, weißt du oft erst, wenn du auf der Liege sitzt. Es sei denn, du kennst jemanden, der schon bei ihr oder ihm war! Manche Artists haben eine „schwere Hand“ oder wischen gefühlt immer wieder trocken über dein Tattoo.

Deine Erwartungen

Wie schmerzhaft du die Sitzung erwartest, kann beeinflussen, wie schmerzhaft du sie dann empfindest. Autorin und Tattoo-Sammlerin Alice Snape (@alicecsnape) erzählt:

„Das Tattoo auf meinem Po fand ich gar nicht schlimm. Ich hatte gehört, es sei die schmerzhafteste Stelle überhaupt, also war ich vielleicht einfach positiv überrascht, dass es nicht so schlimm war wie erwartet.“

Wenn du mit der Erwartung in eine Sitzung gehst, dass es richtig wehtut, wird es das wahrscheinlich auch. Und wenn dir jemand gesagt hat, wie schmerzhaft eine Stelle ist, und du dich darauf eingestellt hast, empfindest du es vielleicht als weniger schlimm. Aber auch hier gilt: Das ist alles subjektiv.

Deine Tagesform

Wenn du nichts gegessen hast, zum Termin gehetzt bist und generell gestresst bist, fühlt sich dein Tattoo wahrscheinlich intensiver und vielleicht auch schmerzhafter an.

Künstlerin und Tattoo-Sammlerin Hannah Kay (@ohkay_dohkay) sieht das genauso.

„Wenn ich nicht genug geschlafen habe oder vor einem Tattoo kein gutes Frühstück schaffe, merke ich definitiv einen Unterschied bei meiner Schmerztoleranz. Abends fühle ich mich dann oft auch schlechter“, sagt sie. „Wenn mir schwummrig wird, bitte ich um eine Pause und habe ein Getränk und einen Snack griffbereit, damit ich durchhalte.“

Tätowieren über Narben oder Dehnungsstreifen

Wie schmerzhaft ein Tattoo über Narben ist, hängt von der Tiefe und Größe deiner Narbe ab. Dein Tattoo-Artist kann dir sagen, welches Tattoo auf deiner Narbe möglich ist und mit welchen Schmerzen du rechnen kannst. Wie bei Narben kann auch Haut mit Dehnungsstreifen empfindlicher sein, diese Stellen tun also vielleicht etwas mehr weh.

Cover-ups

Cover-up Tattoos werden über alte Tattoos gestochen, um das Design zu verändern oder das Alte zu überdecken. Manchmal ist die Haut vernarbt, was ein Cover-up schmerzhafter machen kann. Aber jede Person ist anders, und vielleicht tut das Tätowieren über ein altes Tattoo bei dir genauso weh wie ein neues.

Schlangen-Tattoo an der Außenseite des Oberschenkels

Die Außenseite des Oberschenkels gehört zu den Stellen, an denen ein Tattoo am wenigsten wehtut. Tattoo-Design von @mas_tattoos_

Tattoo Stellen mit wenig Schmerzen für Frauen

Für Frauen sind die Stellen mit den wenigsten Schmerzen Bereiche mit weniger Nervenenden und dickerer Haut, zum Beispiel die Außenseite der Schultern oder die Außenseite der Oberschenkel.

Tattoo Stellen mit wenig Schmerzen für Männer

Für Männer tut ein Tattoo am Arm am wenigsten weh, vor allem am Unterarm oder an der Außenseite der Oberarme. Ideal, wenn du über einen Half Sleeve oder sogar ein komplettes Sleeve nachdenkst (Tipps dazu findest du in unserem Guide Tattoo Sleeve planen).

So pflegst du dein neues Tattoo

In den Wochen vor deinem Termin empfehlen wir dir unsere Daily Moisturiser. Mit feuchtigkeitsspendenden, pflegenden Inhaltsstoffen bereitet sie deine Haut auf das neue Tattoo vor. Benutz sie nur nicht am Tag deines Termins, denn sonst hält die Schablone schlechter. Die Daily Moisturiser ist für intakte und abgeheilte Haut gedacht, nicht für frische Tattoos. Für die Heilung danach schau dir unsere parfümfreien Tattoopflege-Produkte an, zum Beispiel die Aftercare Cream und den Aftercare Foam Cleanser.

Stories & Ink Daily Moisturiser

Die Daily Moisturiser von Stories & Ink

Mehr Infos findest du in unserem Guide zur Vorbereitung auf den Tattoo-Termin. Dort erfährst du, wie du dich am besten auf dein neues Tattoo vorbereitest, damit es so wenig wie möglich wehtut.